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Peter
Lehmann (Berlin)
Laudatio anlässlich der Verleihung
des Ingeborg-Drewitz-Preises der Humanistischen
Union Berlin an das Weglaufhaus
»Villa Stöckle« Berlin
Haus der Demokratie und
Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, 12.
Dezember 2004 |
Sehr
geehrte Damen und Herren,
es ist mir eine Ehre, die Laudatio zur Verleihung
des Ingeborg-Drewitz-Preises an das Weglaufhaus Berlin halten zu dürfen.
Ich habe das Projekt zwar mit aufgebaut, mich aber vor einigen Jahren anderweitig
engagiert. Mit dem Preis wird in Ingeborg Drewitz' Vermächtnis ein besonderer
Einsatz für die Menschenwürde in Berlin belohnt. | |  Nina
Helm & Roland Otte Vorstandsmitglieder der Humanistischen Union bei der
Begrüßung und Preisbegründung
Foto: Reinhard
Wojke |
1982 war ich Teil jener Reisegruppe, die nach Amsterdam fuhr,
um einen Kongress zum Thema Alternativen zur Psychiatrie zu besuchen;
Tina
Stöckle berichtete über die folgenreiche Reise. In Amsterdam
besichtigten wir ein Weglaufhaus, und sofort entstand bei uns
der Wunsch, auch in Berlin ein solches Asyl aufzubauen: ein Asyl
für Menschen, die vor einer gewaltbereiten Psychiatrie fliehen
und die Hilfe und Unterstützung suchen. In Uta
Wehdes Buch kann man die Geschichte des Berliner Weglaufhauses
bis zu den allerersten Anfängen zurückverfolgen.
Immer wieder hatten wir in unserer
damaligen Selbsthilfegruppe die Erfahrung gemacht, dass einzelne schnell überfordert
sind, wenn sie einen Menschen in die eigene Wohnung mitnehmen, der eine psychische
Extremsituation durchlebt und vor psychiatrischen Nachstellungen auf der Flucht
ist. Viele Nächte hält man dies nicht durch, man muss ja doch einmal
schlafen, tagsüber evtl. arbeiten. Und unbezahlt die Schäden bearbeiten,
die andere bezahlt verursachen, das konnte und kann nicht die Lösung sozialer
Probleme sein. Das
Weglaufhaus, das am 1. Januar 1996, rund 14 Jahre nach Entstehen der Idee und
langjährigen und zermürbenden Auseinandersetzungen mit der Gesundheitsbürokratie,
seinen Betrieb aufnahm, ist ein antipsychiatrisches Asyl für Menschen mit
gelegentlich andersartigen Wahrnehmungen und hoher Sensibilität. Es sind
in aller Regel die Wehrlosesten, die von ihren Gruppen und Familien ausgegrenzt
werden, und wenn sie im Weglaufhaus »Villa Stöckle« wie es getauft
wurde ankommen, stehen sie meist da ohne Geld, ohne Wohnung, ohne Ausbildung,
ohne Freunde, dafür abgefüllt oder zugespritzt mit Psychopharmaka. Die
Verleihung des Ingeborg-Drewitz-Preises an das Weglaufhaus ist nicht hoch genug
anzusiedeln auch weil psychosoziale Hilfe überall zu kurz kommt, und
in diesem Feld wiederum Projekte mit dezidiert antipsychiatrischem Ansatz besonders
diskriminiert werden. Und es ist auch schön, dass es nicht eine einzelne
Person ist, die ausgezeichnet wird, sondern eine Idee, ein Projekt, eine alternative
Institution, ein mittlerweile weltweit geschätztes Projekt.
| |  Das
Weglaufhaus »Villa Stöckle« in Berlin
Foto:
Lars-Ulrich Schlotthaus | Eine
bemerkenswerte Mischung von Einflüssen charakterisiert dessen Zustandekommen:
Beteiligt sind kritische Psychiatriebetroffene, Angehörige, sogenannte Fachleute,
sogenannte Laien, auch Journalisten, Politiker oder einfach nur Bürger. Gemeinsam
ist ihnen, dass sie von Widerspruchsgeist und der grundlegenden Erkenntnis erfüllt
sind, dass die Psychiatrie als naturwissenschaftliche Disziplin dem Anspruch,
psychische Probleme zu lösen, nicht gerecht werden kann, dass ihre Gewaltbereitschaft
eine Bedrohung darstellt und ihre Diagnostik als Schubladen-Denken den Blick auf
die wirklichen Probleme des einzelnen Menschen verstellt. Ökologie, Nächstenliebe,
Pazifismus, Humanismus, Feminismus doch nicht die »Ismen« sind
es, die heute einen Preis bekommen, es ist ein Projekt, das eine spezifische Gruppe
von Menschen gegründet hat und betreibt. |
Weil wir so schnell vergessen, möchte ich einige der
Beteiligten namentlich ins Gedächtnis rufen: Tina
Stöckle, die Namensgeberin des Weglaufhauses »Villa Stöckle«,
Sozialpädagogin, Mitbegründerin des Projekts, 1992 im Alter von nur
43 Jahren gestorben mit ihrer Absage an Männerdominanz und akademische
Arroganz legte sie mit den Grundstein für eine konstruktive Kooperation zwischen
Akademikern und Nichtakademikern weiblichen und männlichen Geschlechts
- Hubertus
Rolshoven, von Beginn an parteilicher Rechtsanwalt
an der Seite des Projekts, Mitglied des Republikanischen
Anwaltsvereins, immer bereit, eine Nacht für einen
Schriftsatz zu opfern auch er lebt leider nicht
mehr,
er ist letztes Jahr gestorben.
| Tina
Stöckle * 12.9.1948 8.4.1992 | -
Uta
Wehde und Burkhart
Brückner, zwei Psychologen als Vereinsvorstände;
sie bürgten bei Banken für Überziehungskredite
in sechsstelliger Höhe (damals noch DM), damit
die Löhne der Mitarbeiter bezahlt werden konnten
müssen Ämter Gelder ausgeben, haben
sie bekanntlich viel Zeit
Dr.
Hauskauf, der anonyme Angehörige, der sich mit seiner DM-Million für
den Kauf des Weglaufhauses engagierte, nachdem sein Sohn 1986 aus dem Fenster
einer Psychiatrie in den Tod gesprungen war. Mit dem Haus wurden Fakten geschaffen,
an denen sich die damals unwillige Senatsverwaltung die Zähne ausbiss beim
Versuch, das Weglaufhaus zu verhindern wie wohltuend hebt sich ein solches
Engagement ab von dem organisierter und von Pharmafirmen gesponserter Angehöriger,
die dann deren Lied singen. - Ellis Huber, der streitbare ehemalige
Ärztekammerpräsident der anderen Art, der sich beispielsweise
es muss 1995 gewesen sein, am Tag seiner Wiederwahl ins Amt nicht zu schade
war, abends mit den Projektgründern auf einem Podium in Frohnau zu sitzen
und gemeinsam den Angriffen der Reinickendorfer Bezirksbürgermeisterin Marlies
Wanjura und der von ihr in ihren Ängsten und Vorurteilen bestärkten
Nachbarn zu trotzen.
|
-
Ilse Eichenbrenner, Klaus Stahlkopf, Sabine
Nitz-Spatz ( 1997), Johannes Spatz, Hans-Otto
Böckelher, Oliver Schruoffenegger, Patricia di
Tolla, Wolfram Pfreundschuh, Anna Ochsenknecht, Dieter
Flader, Wolf-Dieter Narr, Marc
Rufer .... Die Liste der politischen, wissenschaftlichen
und finanziellen Unterstützer im großen
und ganzen alles Personen jenseits des Mainstreams
ist lang, die Zeit der Laudatio kurz. Man möge
mir verzeihen, wenn ich den eine oder die andere hier
nicht nenne, ganz zu schweigen von den vielen sogenannten
Namenlosen, meist Psychiatriebetroffenen wie zum Beispiel
Kevin Walther, die viel Lebensenergie in das Zustandekommen
des Projekts investiert haben, oder etwa den vielen
Patinnen und Paten, die mit kleinen, aber regelmäßigen
finanziellen Beiträgen all die Finanzlöcher
gestopft und so viel Mut zum Weitermachen gemacht haben
Komme ich zu den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, möchte ich einige zumindest stellvertretend nennen:
- Kerstin
Kempker, Mitarbeiterin der ersten Generation des Weglaufhausteams, die Jahre
ihres Lebens dem Weglaufhaus und der Unterstützung der Bewohner widmete
Kerstin Kempker, die als Minderjährige von Prof. Hendrik Uwe Peters, ehemals
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde
und in seinen Kreisen höchst angesehener Mann, mit Insulinschocks, Elektroschocks
und allen möglichen Psychopharmaka nahezu in den Tod getrieben wurde und
wusste, was ein Weglaufhaus das es zu ihrer Zeit nicht gab für
einen Menschen in Not bedeutet.
| Kevin
Walther einer der unzähligen Unterstützer des Weglaufhauses |
Thilo von Trotha, reflektierter Philosoph mit der besonderen Fähigkeit, konzeptionelle
Probleme und Widersprüche früh zu erkennen, zu durchdenken, auf den Höhepunkt
zu treiben, sie diskutierbar und zumindest gedanklich lösbar zu machen (oder auch
nicht auch durch die Bescheidenheit, nicht alle Probleme des Lebens lösen
können zu wollen, hebt sich das Weglaufhaus von seinem Widerpart ab, der Psychiatrie) und
natürlich und vor allem Veronika
Frank,
Iris Hölling, Stefan Bräunling und die ganze Kollegenschaft,
die sich tagsüber verausgaben, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren
Problemen, und mit den Amtsschimmeln. Und während in psychiatrischen Einrichtungen
Menschen nachts mit Gewalt und Chemie dem vorgegebenen Arbeitsstundenplan angepasst
und in den Schlaf bugsiert werden, damit die einen Mitarbeiter ihren Feierabend
genießen und die anderen in ihren Dienstzimmern ungestört vor sich
hindämmern dürfen, dürfen die Mitarbeiter im Weglaufhaus nachts
Anträge schreiben, Kosten abrechnen, mit den Bewohnern reden, spielen, streiten,
putzen, Spaziergänge machen, kochen.
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Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen,
wie hart das Leben und die Arbeit im Weglaufhaus ist, und
sicher gibt es auch Momente des zumindest partiellen Scheiterns,
des Grübelns, der Verzweiflung. Auch aus diesem Grund
ist der Ingeborg-Drewitz-Preis so wichtig. Übrigens gibt
es von Kerstin Kempker zum Alltag im Weglaufhaus ein äußerst
lebendig geschriebenes Buch, »Flucht
in die Wirklichkeit«, wo eine ganze Reihe von Bewohnern
und Mitarbeitern zu Wort kommen. Ich hoffe, dass das Weglaufhaus
Berlin erhalten bleibt.
Von vielen wird es als Tropfen auf
den heißen Stein bezeichnet, und was sind schon 12,
13 Wohnplätze gegen die Hunderttausende psychiatrischer
Betten? Doch außer der realen, für viele Weggelaufene
lebensnotwendigen Unterstützung ist das Weglaufhaus
viel mehr das wusste auch die damalige Gesundheitssenatsverwaltung,
als sie die Betriebsgenehmigung ablehnte mit der Begründung,
sie wäre das Eingeständnis, dass die Psychiatrie
zum Weglaufen sei. Mit dem »viel mehr als« meine
ich den »Hallo-Effekt«:
Hallo
Kolleginnen und Kollegen, die ihr zu Abertausenden der Verlockung von Macht, Geld
und theoretischer und wissenschaftlicher Bequemlichkeit folgt, man kann sich auch
anders entscheiden! Hallo, Alternativen zur Psychiatrie sind nötig und
können funktionieren, wenn man sich engagiert und finanziell einigermaßen
abgesichert ist!
| |  Peter
Lehmann bei der Laudatio
Foto: Reinhard
Wojke | Hallo,
es gibt humanistische Möglichkeiten, Menschen in psychischen Nöten sozialer
Natur zu helfen, man muss sie nicht mit Chemie vollstopfen! Hallo,
weshalb haben die Menschen mit psychosozialen Problemen in einer demokratischen
Gesellschaft keine Wahl sich zu entscheiden, ob sie zum Onkel Doktor gehen, um
sich eine Psychopille zu holen, oder lieber zu Menschen, die ihnen zuhören
und mit ihnen gemeinsam versuchen, einen nachhaltigen Ausweg aus ihrem Schlamassel
zu suchen?
Und auch das ist ein lobenswerter Aspekt des Weglaufhauses:
Mittlerweile haben sich in seinem Umfeld neue Projekte gegründet:
eine nichtpsychiatrische Einzelfallhilfe, eine Berliner
Organisation Psychiatrie-Erfahrener und Psychiatrie-Betroffener
mit Selbsthilfe und Kontakttreff, der Verein »Für
alle Fälle« mit seinem Angebot an nutzerkontrollierter
Forschung und Fortbildung aus der Perspektive von Betroffenen.
Querköpfe,
Humanisten, Nachfolgeprojekte, alles was ich erzählt habe, ist schön
und gut, aber einen den wesentlichen Aspekt habe ich noch nicht
angesprochen. Das Weglaufhaus ist nicht nur ein antipsychiatrisches Asyl, es ist
nutzerkontrolliert. Mindestens die Hälfte der Mitarbeiter sind ehemalige
Psychiatriebetroffene Menschen, die ihre Psychiatriebetroffenheit verarbeitet
haben und wissen, wo es lang gehen soll, zumindest wissen, wo nicht, denn Patentrezepte
lehnt das Weglaufhaus ab. |
»Ich stehe mir selbst gegenüber als die Bewohnerin,
die in grenzenloser Wut und Verzweiflung brüllt und wütet
und meine Beschwichtigungsversuche nur als unerlaubte Einmischung
zurückweisen kann«, reflektiert Kerstin Kempker ihre Arbeit
im Weglaufhaus in ihrem Buch »Mitgift«.
»Ich stehe mir auch als der junge Mann gegenüber, der
ob dieser ganzen nervtötenden Gefühlsduselei das Weite
sucht, als die ruhebedürftige Frau, die sich schimpfend endlich
zur Wehr setzt, als das erschrockene Mädchen, das in der konzentrierten
Atmosphäre Angst hat zu verschwinden.«
Welch
ein Unterschied ist es doch, ob in einer Einrichtung Psychiatriebetroffenheit
Grund zur Verweigerung eines Arbeitsvertrags ist, ob sich Psychiatriebetroffene
neudeutsch trialogisch und auf gleicher Augenhöhe als
Krankheitsfälle präsentieren dürfen oder ob sie ihren Erfahrungsschatz
der Selbsthilfe und Problembewältigung als Grundlage der Arbeitskonzeption
einbringen und dafür sorgen, dass Respekt vor dem auch unverstandenen
Gegenüber und Selbstbestimmungsrecht oberstes Prinzip einer Hilfeeinrichtung
ist. Dem Projekt den Menschen, die es gegründet und unterstützt
haben, die es jetzt tragen und die dort arbeiten gehört mein Respekt:
Menschen, die vor akademischen Titeln und weißen Kitteln nicht in Ehrfurcht
versinken, Menschen mit Durchhaltevermögen und Widerspruchsgeist man
könnte auch Dickschädeligkeit dazu sagen.
Der Weglaufhaus-Mitarbeiter mit dem größten Durchhaltevermögen
und dem dicksten Schädel ist zweifelsfrei Ludger
Bruckmann, von der ersten Sekunde an beim Projekt. 22
Jahre dabei, dabei bei der Eröffnung am 1. Januar 1996,
heute immer noch dabei, jetzt Hausmeister im Teilzeitvorruhestand.
Seine Verrücktheit Anno Domini im katholischen Essen
bestand darin, sich einem Polizeiwagen entgegenzustellen und
den Polizisten die Bergpredigt zu halten.
| |  Ludger
Bruckmann stellvertretend für das Weglaufhaus »Villa Stöckle« mit
dem Ingeborg-Drewitz-Preis 2004
Foto:
Reinhard Wojke |
Der Humanistischen Union zur Beruhigung: Hätte er die Charta
der Menschenrechte verlesen, wäre es ihm nicht anders ergangen:
Psychiatrie, Psychopharmaka, Muskelkrämpfe, Angstzustände,
eben das Übliche an Behandlung samt Folgen, man kann seine
Geschichte in Tina
Stöckles Buch »Die Irren-Offensive« nachlesen. Die nächste
Einweisung schon in der Hand, holte ihn sein Bruder Willibrod nach
Berlin, rettete ihn vor dem zweiten Aufenthalt, glaubte nicht dem
»Dort ist er in den besten Händen«, sondern glaubte
an ihn. Ludger Bruckmann: »Ich machte in Berlin eine Therapie.
Da war zum ersten Mal ein Mensch, der mir zuhörte und mich
fragte, was ich dazu sage. Da fing ich laut zu lachen an und sagte,
das will überhaupt kein Mensch wissen.« Wolfgang Hegenbarth
hieß dieser Therapeut.
So
einfach wäre es: Menschen zuhören, sie fragen, was sie wollen, ihnen Mut machen,
sie unterstützen. Mit Ludger Bruckmann wird der Ingeborg-Drewitz-Preis dem passenden
Vertreter des Weglaufhauses übergeben. Gratulation und Dank an die Humanistische
Union für ihre gute Entscheidung. Nachtrag
(vom 18.12.2004): Erst im Nachhinein, durch eine Anregung von Ludger Bruckmann,
stieß ich auf diese Resolution von 1981 zur Forderung »Recht auf Akteneinsicht
auch für Psychiatriebetroffene«, die ich zwar selbst entworfen, mittlerweile schlicht
vergessen hatte: »Wir treten ein für das Selbstbestimmungsrecht
aller Menschen. In den psychiatrischen Anstalten der Bundesrepublik Deutschland
und Berlin werden wie selbst die Psychiatrie-Enquete der Bundesregierung
gezeigt hat die Menschenrechte der Betroffenen nicht beachtet. Wir sind
empört, daß Psychiater Menschen nicht nur in ihren Anstalten lebenslang
einsperren, sondern auch diejenigen lebenslang entmündigen wollen, denen
es gelungen ist, aus ihren Fängen zu entrinnen. Gerade aus den schlimmen
und noch immer unbewältigten Massentötungen sogenannter Psychisch Kranker
unter Mitwirkung von Psychiatern während der unheilvollen Zeit des Nationalsozialismus
müssen endlich Konsequenzen gezogen werden. Die Betroffenen dürfen Psychiatern
nicht mehr völlig rechtlos ausgeliefert sein ...« Unterzeichner:
Ingeborg Drewitz, Humanistische Union, Ellis Huber, Ludger Bruckmann, Republikanischer
Anwaltsverein, Ärztekammer Berlin (Liste 4), Rudolf Bahro, David Cooper,
Helmut Gollwitzer, Heinar Kipphardt, Gerhard Schröder, Peter von Oertzen,
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Weiße Rose e.V. Asperg
Gemeinschaft für Hilfeleistung Deklassierter in dieser Gesellschaft u.v.m.
(abgedruckt innerhalb des Artikels »Psychiatrieakten
zu Geheimakten erklärt«) |
Peter Lehmann: Geboren 1950 in Calw (Schwarzwald), Diplompädagoge,
lebt seit 1970 in Berlin, seit 1986 Autor (u.a. »Der
chemische Knebel«, »Schöne
neue Psychiatrie«, »Psychopharmaka
absetzen«) und Betreiber des Antipsychiatrieverlags (www.antipsychiatrieverlag.de).
Vorstandsmitglied im Europäischen Netzwerk von Psychiatriebetroffenen
(www.enusp.org)
und im Verein »Für alle Fälle e.V.« (www.faelle.org
Berlin)
Anschrift: Peter Lehmann, Zabel-Krüger-Damm 183, D-13469 Berlin,
Tel. (0)30 8596 3707, Fax (0)30 4039 8752, info[at]antipsychiatrieverlag.de,
www.peter-lehmann.de
Copyright
by Peter Lehmann 2004 |