Über den Antipsychiatrieverlag


Verleger Peter Lehmann (von April 1986 bis Juni 2026)

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Das Programm des Antipsychiatrieverlags ist orientiert an den Interessen Psychiatriebetroffener, die Wert auf volle Beachtung ihrer Menschenrechte legen einschließlich des Rechts auf körperliche Unversehrtheit, auf Selbstbestimmung sowie angemessene und menschenrechtsbasierte Unterstützung.

Peter Lehmann, der Verlagsgründer, kannte die Probleme Psychiatriebetroffener aus eigener Erfahrung. Um sich von Zensurversuchen normaler Verlage zu befreien, gründete er 1986 einen eigenen Verlag. Angeschlossene Versandbuchhandlung von 1992 bis 2021. Zweigniederlassung in Großbritannien seit 2003, in den USA von 2004 bis 2015. Am 1. Juli 2026 gab er den Antipsychiatrieverlag an Karin Roth weiter, siehe www.peter-lehmann.de/antworten.htm#kr.

Der Antipsychiatrieverlag ist völlig unabhängig, hat keinerlei Verbindung zur Pharmaindustrie und von ihr abhängigen Organisationen, ebensowenig zu Scientology und anderen Sekten und Dogmatikern aller Couleur (Pfeil»Geschichte und Bedeutung des Antipsychiatrieverlags« – P. Lehmann). Neben Gesundheit ist nichts wertvoller als Freiheit und Unabhängigkeit.

Antipsychiatrie wird vom Antipsychiatrieverlag als undogmatische und humanistische Bewegung verstanden. Das griechische »Anti« bedeutet mehr als ein simples »gegen« (wie zum Beispiel in »Antidepressivum« oder »Antipsychotikum«). Es heißt auch »alternativ« oder »gegenüber«. Freunde der Zwangspsychiatrie und Pharmaindustrie stehen deshalb der modernen, nutzergetragenen humanistischen Antipsychiatrie besonders erbittert gegenüber.

Im Antipsychiatrieverlag wird Literatur publiziert, die von Widerspruchsgeist und der grundlegenden Erkenntnis erfüllt ist, dass

  • die Psychiatrie als medizinische (und naturwissenschaftliche) Disziplin dem Anspruch, psychische Probleme überwiegend sozialer Natur zu lösen, nicht gerecht werden kann,
  • ihre Gewaltbereitschaft und -anwendung eine allgegenwärtige Bedrohung darstellen und
  • ihre Diagnostik den Blick auf die wirklichen Probleme des einzelnen Menschen in der Gesellschaft verstellt.

Deshalb engagiert sich Literatur der humanistischen Antipsychiatrie

  • für den Aufbau angemessener und wirksamer Hilfe für Menschen in psychosozialer Not,
  • für die Sicherung ihrer gesellschaftlichen Teilhabe und ihre rechtliche Gleichstellung mit normalen Kranken,
  • für ihre Organisierung und die Zusammenarbeit mit anderen Menschenrechts- oder Selbsthilfegruppen,
  • für die Unterstützung beim selbstbestimmten Absetzen psychiatrischer Psychopharmaka und
    für
    die Verwendung alternativer psychotroper (die Psyche beeinflussender) und weniger giftiger Substanzen,
  • für die Ächtung des Elektroschocks bis hin zu seinem Verbot,
  • für neue Formen des Lebens mit Verrücktheit und Andersartigkeit sowie
  • für Toleranz, Respekt und Wertschätzung von Vielfalt auf allen Ebenen des Lebens.

Peter Lehmann

PfeilAusgewählte Texte zur humanistischen Antipsychiatrie